Don’t beat the Lukas!

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Don't beat the Lukas!

… beat the Domboss!
Er hat ja alles mögliche versucht (Plakate abgefangen, Auto sabotiert…), aber ohne Erfolg. Zum Beweis: Jonnie Schulz und Ted Memphis im Meier Museum.

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Golem, Golem, Golem!

Morgen ist es soweit. Zur Überbrückung gibts das hier: Rezension auf Culturmag.de:

 

http://culturmag.de/rubriken/buecher/mohrbooks-dezember-2013-juergen-teipel-mehr-als-laut-farkas-seidl-zwirner-hg-nachtleben-berlin-1974-bis-heute-jonnie-schulz-kein-zutritt-fuer-hinterwaeldler-die-geschichte-der-butch-meier-band/77920

 

 

Senfkanone und Döner-Bass

Wer mit den Begriffen Senfkanone, Döner-Bass, Frank The Raving Sausage und „Entfaltung“ etwas anfangen kann, gehört ziemlich sicher zu den wenigen Auserwählten, die einem Konzert der Butch Meier Band beiwohnen durften. Für alle anderen hier die ganz kurze Bandgeschichte: Im Jahr 2000 schlossen sich vier vom Punk angeödete Visionäre zur einzigen Country- und Western-Band von St. Pauli, Tennessee zusammen. Jonnie Schulz (Schlagzeug), Digger Barnes (Bass), Ted Memphis (Gitarre) und Butch Meier (Gesang & Kampfsport) forderten ihre linke Herkunftsszene mit Schnauzbärten und countrifizierten Coverversionen von Modern Talking, Billy Idol oder Circle Jerks aufs Äußerste heraus. Stand Country und Western nicht für alles Verachtenswerte wie Mackertum, Amerika-Patriotismus und den Verzehr von Tieren? Die Butch Meier Band begibt sich auf eine ungefähr acht Jahre* andauernde Missionstour, lange bevor Nachahmercombos wie The Boss Hoss und Texas Lightning mit geklautem Meier-Konzept den dicken Reibach machen.

Jonnie Schulz’ Erinnerungen lesen sich nicht nur wahnsinnig komisch, sie bieten auch tiefe Einblicke in die alternative Szene der frühen 2000er Jahre. Probleme mit der Meier-Performance und -Performanz bestanden nicht nur bandintern (zumindest anfangs), sondern vor allem in linken Zentren wie der Berliner „Kadterschmiede“, einer nicht nur qua Namen überambitionierten selbstverwalteten Clubinititative. Das Veranstalter-Komitee besagter Kadterschmiede hing den buchtitelgebenden Zettel an der Kasse auf, um unerwünschte Country- resp. Squaredance-Spießer fernzuhalten: „Kein Zutritt für Hinterwäldler“ – wen ließe dieser Aufruf nicht unberührt?

Schulz’ Kommentar zu dieser Episode im Bandgeschehen wäre allein schon die Lektüre wert, doch sollte man sich keinesfalls Rest des Buches entgehen lassen. Butch-Meier-Fans dürfen in schönster, senfbesudelter Nostalgie schwelgen; Nachgeborene haben immerhin noch die Chance, einen der letzten Butch-Meier-Kalender aus dem Jahr 2002 zu erwerben und mittels ungefähr dreieinhalb Videos auf youtube Versäumtes nachzuholen.

Review: Whiskey-Soda

http://whiskey-soda.blog.de/2013/12/09/jonnie-schulz-zutritt-hinterwaeldler-17330390/

Jonnie Schulz – Kein Zutritt für Hinterwäldler

von whiskey-soda @ Montag, 09. Dez, 2013 – 16:42:15

Ich habe nie ein Konzert der Butch Meier Band besucht und mein Vorwissen besteht aus Erzählungen, denen zufolge die Band es neben extravaganten Bühnenoutfits auch sonst gern auf die Spitze trieb. Dazu soll die Hamburger Gruppe mit ihrem Country- und Westernprogramm, das sich unter anderem aus neu interpretierten Punk- und Metalklassikern zusammensetzte, während eines Konzerts dem Fleischkult verfallen sein und eine Grillshow auf der Bühne abgehalten haben. Ein Album gab es nie, sondern nur zwei Singles mit insgesamt vier Songs, die sich heute auf der Bandcampseite befinden. Musikalisch aktiv ist heute noch der ehemalige Bassist Digger Barnes und der Schlagzeuger, der Autor des Buches ist. Jonnie Schulz erzählt die Geschichte der Butch Meier Band und stellt Fakten und Vorurteile klar. Continue reading

Review: Auf Touren

http://www.auftouren.de/2013/11/17/buchempfehlung-kein-zutritt-fuer-hinterwaelder/


Buchempfehlung: Kein Zutritt Für Hinterwäldler

   

Autor:

Niemand kann gleichzeitig etwas anderes lesen, als er oder sie gerade schreibt. Die von Foyer des Arts einst offenbarte Wahrheit des „Gleichzeitig? Das kann ich nicht“ findet auch hier nicht die Ausnahme, die sie zur Regel machen könnte.

Musik zu hören und gleichzeitig darüber zu schreiben hingegen funktioniert sehr wohl. Zumindest stelle ich mir das Format des „Track by Track“ immer so vor, womit ich falsch liegen dürfte. Das bekümmert mich nicht, „Track by Track“ in Echtzeit ist für mich die ideale Schreibtechnik bloggender Musikhörer. Doch so erstrebenswert diese Art der affektiven Kritik auch sein mag, auf Bücher lässt sie sich leider nicht anwenden. Zumindest höchstwahrscheinlich nicht, denn ich will es nun einmal versuchen.

Anlass ist das von mir lang erwartete Werk „Kein Zutritt Für Hinterwäldler. Die Geschichte Der Butch Meier Band“ von Jonnie Schulz mit einem Umfang von 300 Seiten. Will man das Werk „Track by Track“, also Kapitel für Kapitel besprechen, sollte man sich schon ein wenig Zeit dafür nehmen. Geschrieben werden muss ja auch noch. Weil ich aber gleich ausgehen möchte, hören wir heute erst einmal die Band, danach gibt es vermutlich morgen (Nachtrag: also für Euch ein wenig weiter unten im Text) eine Kapitel für Kapitel erfolgende Besprechung. Continue reading

Review Squiview:

http://www.squiview.com/2013/11/jonnie-schulz-kein-zutritt-fur-hinterwaldler/

Jonnie Schulz – Kein Zutritt für Hinterwäldler

Autor: Jonnie Schulz

Titel: Kein Zutritt für Hinterwäldler

Ventil Verlag / Audiolith

Vö: 15.11.2013
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Audiolith kann mehr als Platten, Shirts oder Konzerte. Zusammen mit dem Mainzer Ventil Verlag bringt das Hamburger Label den Debüt Roman „Kein Zutritt für Hinterwälder“ von Jonnie Schulz heraus. Continue reading

Nächste Lesung: Do, 19.12. Hamburg – Golem

Diesmal mit künstlerisch wertvoller Ausstellung:

http://golem.kr/?p=4541

 

DONNERSTAG, 19.12.2013 // LESUNG UND AUSSTELLUNG: JONNIE SCHULZ „KEIN ZUTRITT FÜR HINTERWÄLDER. DIE GESCHICHTE DER BUTCH MEIER BAND“ – DANACH JAKOBUS EDVARD SIEBELS AKA DJ TERRIER

20.00 Uhr

Hamburg im Jahre 2000. Vier Visionäre, von der Punkszene gelangweilt, schließen sich zur einzigen Country- und Western-Band von St. Pauli, Tennessee zusammen: die Butch Meier Band. Die linke Szene ist entsetzt: Schnurrbärte, Amerika-Verherrlichung, Mackertum! Doch die Band von Jonnie Schulz, Ted Memphis, Digger Barnes und Butch Meier lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und macht alles, um die Entfaltung – den ultimativen Live-und-Kumpel-Kick – herbeizuführen: “Wir beschäftigten uns mit Musik, die niemand von uns zuvor gespielt hatte, zogen uns Klamotten an, die in unserem privaten Umfeld geächtet waren, und suchten Orte auf, an denen wir Angst hatten, zusammengeschlagen zu werden.”

Mit dem kometenhaften Aufstieg beginnen allerdings auch die Probleme in der Band … “Kein Zutritt für Hinterwäldler” hält sich zu 73 % pedantisch an die Fakten, der Rest ist Countryfiction, ein Stahlbad in Wurst & Fleisch inklusive der ultimativen Senfkanone und die Bestandsaufnahme einfach jeder Mikroszene der Nullerjahre, die sich dem Trash verschrieben hat.

Jonnie Schulz liest aus seinem Debutroman, der am 15.11.13 beim Ventil Verlag und bei Audiolith erschienen ist.
Abgerundet wird das Ganze durch die Ausstellung „Das Meier Museum“, in der nicht nur Originalexponate wie Dönerbass, Chickenwing-Gitarre oder Meiers legendärer Gummifisch, sondern auch von Gitarrist Ted Memphis zusammengestellte exklusive Filmaufnahmen zu sehen sind.
Den musikalischen Abgang findet der Abend durch DJ Terrier aka Jakobus Edvard Siebels, ein Schallplattenunterhalter der ersten Stunde in unserem Etablissement, der bei seinem letzten DJ Set bei uns in einem Akt gnadenloser Selbstüberschätzung die Decke im wahrsten Sinne des Wortes zum Einsturz brachte.